„johannes: dass doch nicht auch das entsetzen der anfang sei, der das wort ist!“ Zum 70. Geburtstag des Dichters Franz Josef Czernin

Der bedeutende und vielfach geehrte österreichische Dichter Franz Josef Czernin[1] feiert heuer seinen 70. Geburtstag. Aus diesem Anlass hat im Kunsthaus Mürz ein Symposion zu seinen Ehren stattgefunden, bei dem Dichter:innen, Literaturwissenschaftler:innen und Philosoph:innen über ihn und mit ihm geredet haben. (Informationen gibt es hier. Die Vorträge sind auf youtube zu finden). Er selbst hat bei dieser Tagung vor allem über seine derzeitige Beschäftigung mit Dantes Divina Commedia vorgetragen; Esther Heinrich-Ramharter hat sich daraufhin erlaubt, ihn zum Göttlichen zu befragen.

Weiterlesen

Zwischen Transfer und Aneignung. Ein Beitrag zur Diskussion um kulturelle Aneignung am Beispiel des Alevitentums

„Ganz normaler“ kultureller Austausch oder doch geistige Enteignung im Zeichen des Kommerzes? Cem Kara spürt dem vieldiskutierten Phänomen der kulturellen Aneignung nach und zeigt auf, welche komplexen Fragen sich hinter der oft verkürzt geführten Diskussion verbergen.

Weiterlesen

Gnostic Myth and Enlightenment: On the Perversity of Institutional Promise/Misspeaking (Versprechen)

E. A. Poe’s Tales of Mystery and Imagination,
illustrated by Arthur Rackham

How can we see the discourse about ‘Gnosis’ in a contemporary light or how can we perceive it at all? Christian Zolles approaches this topic based on new interpretations of Edgar Allan Poe’s short story The Imp of the Perverse and of Jacob Taubes’ reflections on The Uneasiness with the Institution.

For the German version of this article, click here.

Weiterlesen

Gnostischer Mythos und Aufklärung: Von der Perversität institutionellen Versprechens

E. A. Poe’s Tales of Mystery and Imagination,
illustriert von Arthur Rackham

Wie kann der Diskurs um die ‚Gnosis‘ in ein zeitgemäßes Licht gerückt oder überhaupt noch erfasst werden? Christian Zolles versucht eine Annäherung ausgehend von Edgar Allan Poes Kurzgeschichte „The Imp of the Perverse“ / „Der Dämon der Perversität“ und Jacob Taubes’ „Ausführungen über Das Unbehagen an der Institution“.

Zur englischen Fassung dieses Artikels geht es hier entlang.

Weiterlesen

Entdeckungsreise ins Jenseits: Hölle, Purgatorium und Himmel in Dantes Divina Commedia. Teil 2

Dante Alighieris Tod jährt sich heuer zum 700-Mal. Pünktlich zum Abschluss des Jubiläumsjahres zeigt Jan-Heiner Tück im zweiten Teil seines Beitrags, wie die Divina Commedia im 20. Jahrhundert als Versuch, menschengemachtes Grauen sprachlich fassbar zu machen gelesen wurde und beleuchtet das kathartische und selbstreflexive Potenzial, das dem Werk als Aufruf zur Selbstbesinnung auch heute noch innewohnt.

Der vor einer Woche erschienene erste Teil dieses Texts stellt das Gedicht in den Kontext der Biographie seines Autors und führt uns bis hinab in das Inferno.

Weiterlesen

Entdeckungsreise ins Jenseits: Hölle, Purgatorium und Himmel in Dantes Divina Commedia. Teil 1

Dante Alighieris Tod jährt sich heuer zum 700-Mal. Pünktlich zum Abschluss des Jubiläumsjahres stellt uns Jan-Heiner Tück im ersten Teil seines Beitrags die Biographie des berühmten Florentiners vor und nimmt uns mit auf eine theologisch-literarische Reise durch eines der zentralsten Werke europäischer Literaturgeschichte.

Weiterlesen

„Vor diesem Bild kann manchem der Glaube verloren gehen.“

Der Leichnam Christi als Glaubensprüfung: Jan-Heiner Tück nimmt den 200 Geburtstag von Fjodor Dostojewski zum Anlass, um über Hans Holbeins Gemälde „Der Leichnam Christi im Grabe“ zu reflektieren, das auch im Werk des berühmten russischen Schriftstellers tiefe Spuren hinterlassen hat. Dieser Artikel ist bereits am 11. November auf feinschwarz.net erschienen, wir veröffentlichen ihn hier mit freundlicher Genehmigung der Redaktion.

Weiterlesen