Terroranschläge in Wien: Stimmen von RaT-Mitgliedern

Die Wiener Innere Stadt.
Bild von S. Erben

Fundamentalismen jeglicher Art sind die Kehrseite der Medaille einer liberalen, pluralen, säkularen Gesellschaft. Entsprechend wichtig ist es, allen Ausprägungen dieser Fundamentalismen vehement entgegenzutreten, ohne die Pluralität der Lebensweisen zu verneinen. Gerade weil der Griff nach einfachen Erklärungen und klaren Narrativen der Schuldzuweisung in außergewöhnlichen Situationen, wie in der Folge des gestrigen Terroranschlages, naheliegt, tut ein differenzierter Blick Not. Ohne Anspruch auf Vollständigkeit skizzieren einige Mitglieder des Forschungszentrums ihre Gedanken zu den Ereignissen der letzten beiden Tage.

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Sakralbauten als Teil der Stadterweiterung: Entwurf für einen Campus der Religionen in Wien Seestadt

Im August 2020 wurde der Entwurf zum „Campus der Religionen“ für das Stadterweiterungsgebiet Wien Seestadt vorgestellt. Im RaT-Blog wird dazu ein Special mit mehreren Beiträgen veröffentlicht. Zunächst geht Jakob Deibl der Frage nach, welchen Beitrag Sakralbauten in der Geschichte Wiens zur Stadterweiterung geleistet haben und welche Rolle konfessionelle und religiöse Grenzen sowie deren Überwindung dabei gespielt haben.

Visualisierung: links Campus der Religionen, rechts Gebäude der KPH (© Burtscher-Durig ZT GmbH[1], Rendering ZoomVP)

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Eindrücke von der Biennale 2017

BIENNALE !
Yogors Sapountzis, Sculptures Cannot Eat, 2017; mixed media installation, aluminum, plastic, monotype on fabric, ink, band, pins, tapes, plaster, jars, food, video projection, color, sound, ca. 10’ dimensions variable; 57. Esposizione Internazionale d’Arte – La Biennale di Venezia, Viva Arte Viva; im Pavillon des öffentlichen Raumes; Photo by: Andrea Avezzù

In seinem Beitrag zur Biennale 2017 geht Jakob Deibl der Frage nach, welche Gestalt in dieser großartigen Schau die Auseinandersetzung mit dem antiken und biblischen Erbe hat – einem Erbe, das lange Zeit europäische Kunst prägte.

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Ästhetische Dimension religiöser Symbole

Your own personal Jesus_2

Manfred Erjautz, Your own personal Jesus

Wo gegenwärtig von religiösen Symbolen die Rede ist, stößt man alsbald auf  Fragen von Macht, Identitätsgebung, Ab- oder Ausgrenzung. Demgegenüber tritt Jakob Deibl für eine verstärkte künstlerische Rezeption religiöser Symbole ein. Fragen um Macht und Identität werden dadurch nicht bedeutungslos, vermögen aber die Thematik religiöser Symbole nicht mehr ausschließlich zu besetzen.

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